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Pfefferspray und Tränengas

17. Dezember 2005

Gregor Kaiser schreibt:
gerade hat es viele proteste gegeben und einigen südkoreanern ist es kurzzeitig gelungen, bis zum tagungszentrum vorzudringen. sie haben mehrere polizeisperren durchbrochen, anschließend wurde pfefferspray und tränengas eingesetzt. geplant war, die demo von außen mit ngo und bewegungsgleuten, die zugang zum konferenzzentrum haben, zu verbinden. das gelang leider nicht, da die polizei niemanden mehr rausgelassen hat. so konnte ich, der nach dem ganzen tag im victoriapark gerade zum email-checken wieder zurück war, mit anderen nur hinter der polizeikette stehen und symbolischen support geben. ich weiss nicht, ob es stärker verletzte demonstrantInnen gibt, aber viele kommen mit gereizten augen zurück.

zum schluss wurde das ganze zu einer kleineren straßenschlacht, aber die polizei ist nicht so vorbereitet wie in deutschland. es sind relativ wenig polizisten und kaum schweres gerät oder wasserwerfer. die koreaner sind allerdings auch sehr gut organisiert und scheinen die aktionen seit wochen vorbereitet zu haben. wahrscheinlich werden wir gleich nochmal zum viktoriapark gehen um zu sehen, wie die stimmung dort ist.

zum inhaltlichen:
der neue darft der erklärung ist draußen, es gibt wohl andeutungen der eu, ein datum für das auslaufen der exportsubventionen zu fixieren. im dienstleistungsbereich ist südafrika eingeknickt und unterstützt den teil zu bereits ca 80%. venezuela, die gestern noch groß widerstand angekündigt haben, ist über nacht wohl ziemlich geknetet worden und vertritt nicht mehr so starke positionen.

Gregor Kaiser promoviert in Kassel und ist Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung.

Kategorie: Gregor Kaiser

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