Der neue Entwurf der Ministererklaerung ist da und die Netzwerke arbeiten
Justus von Geibler schreibt:
Es ist schon erstaunlich, wie die Netzwerke hier arbeiten: Kaum ist der dritte Entwurf des Textes zur Ministererklaerung herausgekommen, entsteht im NGO- Zentrum lautes Stimmengewirr, Drucker und Faxgeraete laufen heiss. Viele Textmarker gehen durch die Absaetze und versuchen, die Essenz heraus zu arbeiten: Was hat sich im Vergleich zum zweiten Entwurf veraendert? Wie wurden die Forderungen von Entwicklungslaendern aufgenommen? Welche Formulierungen wurden wie aufgeweicht, welches “shall” wurde in “should” geaendert? Wie ist das zu interpretieren?
Im Bezug auf das heftig diskutierte Ende der Exportsubventionen ist in dem aktuellen Entwurf das Jahr 2013 genannt, obwohl die G-20 Staaten in ihrer Verhandlungsposition das Jahr 2010 gefordert hatten. Immerhin ist aber ein Zeitpunkt genannt. Viele andere Textstellen scheinen aufgeweicht worden zu sein und deuten auf eine Verzoegerungen von zentralen Entscheidungen hin. Wie der Entwurf in der Gaenze zu bewerten ist, ist noch nicht genau klar, wird aber in den gerade entstehenden Presseerklaerungen sicher bald zu lesen sein.
Justus von Geibler promoviert in Bochum und ist Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung.
Kommentieren 18. Dezember 2005
